Jackson Pollock (* 28. Januar 1912), amerikanischer Künstler, ging als bedeutende Persönlichkeit des Abstrakten Expressionismus in die Geschichte ein:
Oft wird er als der Begründer der „Aktionsmalerei“ bezeichnet, die ihn mit seinem Spezialgebiet, der Tropftechnik, weltberühmt machte. Diese „dripping-Technik“, verzichtet auf Staffelei und Leinwand und trägt stattdessen die flüssige Farbe direkt aus der Dose tropfend auf, auf eine am Boden liegende, verhältnismäßig große Leinwand.
Im Oktober 1945 heiratete er Lee Krasner, ein ebenfalls bedeutende amerikanische Künstlerin, und zog mit ihr nach Long Island, New York.
Besonders inspiriert war er von ursprünglicher, indianischer Kunst, vor allem der Sandmalerei. Auch die Art „Trance“, das Einswerden mit dem Bild während des Zeichnens, stammt von indianischen Einflüssen.
So „tanzte“ Pollock mit seinem ganzen Körper über das Bild, versprühte und vergoß Farbe, solange bis er mit dem zufrieden war was er gefertigt hatte. Dabei scheute er sich nicht, Gemälde wieder zu ändern oder gar einfach wegzuwerfen, wenn er nicht glücklich mit dem Ergebnis war. Zwischen 1947 und 1950 war er am Höhepunkt seines Schaffens und hatte mit der Aktionsmalerei weltweiten Erfolg. Unerklärlicherweise gibt er diesen von ihm entwickelten Stil 1950 plötzlich auf, und kehrt zu einem mehr traditionell-figurativen Stil, vorzugsweise in dunklen Tönen, zurück.
Auch ab 1950 bleibt die Nachfrage nach seinen Bildern extrem hoch, was einen ungeheuren Druck auf ihn ausübte. So verschlimmerten sich in den 50er Jahren die Alkoholprobleme, die ihn schon seit längerem begleiteten.
Im Jahr 1955 malte er gar nicht mehr und starb schließlich am 11. August des selben Jahres, bei einem Autounfall unter Alkoholeinfluss.
Bahnbrechend war und bleibt Pollocks vollkommen neuer Zugang zur Malerei, nicht nur in den Techniken, sondern auch in der Bildbetrachtung.
Er wollte, dass der Betrachter nicht das Subjekt sucht, sondern nur allein das betrachtet, was das Bild selbst bietet. So hörte er im Laufe seiner Karriere auf, seinen Bildern Namen zu geben und begann, sie stattdessen zu nummerieren, um keinerlei unbeabsichtigte Hinweise auf eine tiefere Bedeutung außerhalb des Gemäldes zu geben. So ist zum Beispiel sein wohl berühmtestes und am weitesten verbreitetes Werk unter dem Titel „No. 5, 1948“ bekannt.