Henri Matisse wurde am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis in Frankreich geboren. Berühmtheit erlangte er dadurch, dass er den Impressionismus überwand und einen neuartigen Stil begründete, den Fauvismus. Er gilt als einer der vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
Während er eigentlich Jura studiert hatte, entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für die Malerei und gab bald seinen Anwaltsberuf auf. Sein Frühwerk stand unter dem Einfluss von zeitgenössischen Künstlern wie Cézanne, van Gogh und William Turner. Ein Großteil seiner Bilder beschäftigt sich mit Stillleben, Frauen und Innenaufnahmen ( z.B. „The red studio“).
Er gründete 1907 seine eigene Kunstschule in Paris, die „Académie Matisse“, wo er bis 1912 Schüler in Malerei und Kunst unterrichtete. In dieser Zeit schaffte er auch seinen internationalen Durchbruch mit Ausstellungen in New York, Moskau und Berlin. Gleichzeitig etablierte sich zu dieser Zeit in Paris die stilistisch gegensätzliche Kubismusbewegung, mit Pablo Picasso als bedeutendstem Vertreter. Trotz gegensätzlicher Stile entwickelten sich Respekt und Freundschaft zwischen Matisse und Picasso.
Nach dem Ersten Weltkrieg war er ein angesehener und berühmter Künstler, verließ Paris und ging nach Südfrankreich.
In seinem Spätwerk schließt er mit der Malerei immer mehr ab und wendet sich dem Papierschnitt zu, wie dem weltberühmten „Blauen Akt“.
Nach schwerer Krankheit stirbt Matisse 1954 in Nizza.