Claude Monet, 1824 in Paris geboren, ist einer der großen Namen des Impressionismus. Eines seiner Werke, das Bild "Impression, soleil levant", gab dem Stil sogar seinen Namen. Doch seine Karriere begann erst einmal mit einfachen Karrikaturzeichnungen, mit denen er sich bereits als Jugendlicher etwas Geld verdienen konnte.
Von seinem frühen Mentor Eugène Boudin (1824-1898) übernahm er seine Liebe zum Malen von Landschaften im Freien. Er studierte in Paris im Atelier Suisse und freundete sich mit Camille Pissarro an, die ihm für verschiedene Werke Modell stand und die später seine Frau wurde. Er porträtierte sie mehrmals, unter anderem in „Camille Monet mit einem Kind“.
Während er in den 1860er Jahren noch realistische Bilder, vor allem mit Figuren, malte, wie „Frühstück im Grünen“ und „Frauen im Garten“, wandte er sich bald immer mehr impressionistischen Motiven zu. Von Militärdienst unterbrochen und von finanziellen Problemen geplagt setzte sich seine Karriere dennoch fort, an Seiten seiner Freunde Manet und Bazille, wobei diese drei als das Herzstück des Impressionismus gelten können.
Erst nach dem Tod seines Vaters und dank der Mitgift Camilles war ihm in den 1870er Jahren ein Leben in bürgerlichem Wohlstand möglich, und so mietete sich Monet zu Beginn der 1880er Jahre ein Haus in Giverny und reiste nebenbei viel, unter anderem in die Bretagne, nach Italien, Holland und England. Einige seiner bedeutendsten Werke entstanden auf diesen Reisen, zum Beispiel die "Abendstimmung in Venedig", welche die Kirche "San Giorgio Maggiore" im Licht der untergehenden Sonne zeigt. Besonders bekannt ist auch das von Monet entwickelt Prinzip der Serie in der Kunst: So zeichnete er vor allem in seiner späten Schaffensphase immer wieder Serien von ähnlichen Objekten, vor allem in seinem Garten in Giverny.
Neben den bekannten Seerosen-Bildern malte Monet in seinem Wassergarten mehrere Bilder mit dem Titel "Die japanische Brücke".
Nach langer Augenkrankheit und damit einhergehenden Depressionen, die ihn jedoch nicht vom Malen abhielten, starb Monet im Jahre 1926 in Giverny. Auch wenn vor allem sein Spätwerk lange Zeit sehr wenig geachtet wurde, kam es Ende der 1940er- und in den 1950er-Jahren zu einem Monet-Revival. Marc Chagall sagt in dieser Zeit über ihn: „Heute ist Monet für mich der Michelangelo unserer Epoche“ Im Juni 2007 wurde ein Bild der Seerosenserie, aus dem Jahr 1904, bei Sotheby's für 18,5 Millionen Pfund versteigert, so ungebrochen ist nach wie vor die Faszination, die Monet nicht nur auf Sammler ausübt.